Eine Tabletop-Konsole ist eigens entwickelte Hardware für Spiele, die an einem realen Tisch gespielt werden. Anders als bei einer klassischen Videospielkonsole ist das Ziel nicht unbedingt, jeden Teil des Spiels auf Fernseher und Controller zu verlagern.

Der Spieltisch selbst bleibt Teil der Bedienoberfläche.

Mehr als ein Bildschirm im Tisch

Ein Monitor kann eine Karte anzeigen, doch eine eigene Konsole kann Bildschirme mit Rechenleistung, Audio, Kameras, Mikrofonen und spielspezifischer Software verbinden.

Das ist wichtig, weil Tabletop-Rollenspiele mehrere Arten von Informationen gleichzeitig erfordern. Die Spieler brauchen vielleicht eine gemeinsame Karte, während die Spielleitung Steuerelemente, Notizen, verborgene Informationen oder eine separate Darstellung benötigt.

Etwas anderes als ein virtueller Spieltisch

Ein virtueller Spieltisch (VTT) ist meist Software, die auf einem Computer oder im Browser läuft. Er stellt Karten, Spielmarken und Spielinformationen digital dar.

Eine Tabletop-Konsole kann digitale Werkzeuge ausführen und ist zugleich um physische Objekte herum gestaltet. Echte Würfel und Miniaturen bleiben Teil des Spiels, und integrierte Hardware kann Eingaben ermöglichen, die gewöhnliche VTT-Software von Haus aus nicht hat.

Doungim als Tabletop-Konsole

Realm Kinetics entwickelt Doungim als eigene Spielkonsole für TTRPGs. Sie verbindet einen Hauptbildschirm für die Karte, einen zweiten Bildschirm, eingebaute Rechenleistung, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher mit Software, die die Spielleitung unterstützt und einen Solo-GM-Modus bietet.

Die Kategorie entsteht gerade erst, doch das Designziel ist klar: Tabletop-Spielen eigene Hardware geben, ohne die sozialen und haptischen Seiten zu nehmen, die Tabletop ausmachen.